Sorgenkinder Kessy und Candy

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Zwei unserer großen Sorgenkinder sind die beiden 8-jährigen Leukose positiven Katzen Kessy und Candy.

Diese beiden Schätze haben bereits einige extrem belastende Situationen hinter sich gebracht und sitzen schon seit mehreren Jahren in ihrer Pflegestelle, in der es ihnen bis vor kurzem auch blendend ging. Durch ihre Vorgeschichte ist Kessy eine Katze, die kaum Vertrauen aufbauen kann und die durch kleinste Unregelmäßigkeiten immer schwer verängstigt ist. Einzig ihr Herzblatt Candy schafft es, sie immer wieder aus ihrer Ängstlichkeit und zeitweise auch Lethargie zu befreien, indem er sie zum Spielen auffordert und ihr nicht von der Seite weicht, wenn es ihr mal nicht so gut geht.

kragen

Anfang März bemerkte die Pflegestelle der beiden am Po von Kessy eine Geschwulst, die das arme Mädchen einige Tage später auch beim Kotabsatz beeinträchtigte. Beim anschließenden Besuch der Notdienst habenden Klinik, wo sie ein Klistier bekam und ein Röntgenbild angefertigt wurde, teilt man uns bereits den Verdacht auf ein tumoröses Geschehen mit. Um ihr den Kotabsatz zu erleichtern, bekam Kessy also ab sofort Lactulose unter das Futter gemischt. Für den 10.04.2018 wurde eine OP der Geschwulst in der Tierklinik Posthausen angesetzt, da man sich dort mit Tumorerkrankungen gut auskennt.

Am 30.03. war es aber erneut soweit - Kessy war verstopft und stellte das Fressen ein. Wir riefen in der Posthausener Tierklinik an und brachten Kessy zur stationären Aufnahme dorthin. Sie wurde am Ostersonntag operiert und der Tumor wurde so weit wie möglich entfernt. Leider blieb auch in den folgenden Tagen der Kotabsatz aus, so dass die arme Maus noch weitere Tage in der Klinik bleiben musste.

Insgesamt hat Kessy eine Woche stationär dort verbringen müssen und ist erneut schwer traumatisiert. Die fremde Umgebung sowie die Menschen, die sie immer und immer wieder anfassten - das alles hat solche Spuren hinterlassen, dass selbst die Tierärzte dort sagten, dass diese Katze so schnell wie möglich wieder nach Hause muss. Nach einer Woche holten wir sie ab, betend, dass sie in gewohnter Umgebung endlich wieder Kot absetzen würde.


kessy spiel


Und tatsächlich - es hat funktioniert! Eine riesengroße Erleichterung machte sich breit, sagte man uns doch, dass man nicht sicher sein könne, dass der Schließmuskel unter der OP nicht doch etwa verletzt worden sein könnte. Was jedoch auch von vornherein ehrlich kommuniziert wurde ist, dass das OP-Gebiet sehr begrenzt gewesen ist und dass sehr wahrscheinlich nicht alle Tumorzellen entfernt werden konnten. Nun hieß es warten auf den Befund der histologischen Untersuchung. Wir rechneten mit dem schlimmsten, was sich letztlich dann auch bestätigte: Der Tumor ist bösartig und metastasierend - vermutlich ein Analbeutelkarzinom.

Für Kessy heisst das, dass sie leider nur noch eine sehr begrenzte Zeit zu leben haben wird. Wir werden versuchen, das Unvermeidliche mit tierheilpraktischer Hilfe noch etwas hinauszuzögern - mehr können wir für sie nicht tun.

Vielleicht fragen sich einige, warum man so viel Geld bei einer doch eher schlechten Prognose ausgibt: Kessy und ihr Bruder Candy sind eine Einheit und leiden furchtbar, wenn man sie voneinander trennt. Als es Kessy in der Pflegestelle schlecht ging, stellte auch sofort Candy das Fressen ein. Als sie fort war, rief er ununterbrochen nach ihr, war völlig verstört und konnte nur mit Mühe zum Fressen animiert werden. Wir mussen es einfach versuchen.

Die Gedanken daran, wie es mit Candy weitergehen wird wenn Kessy nicht mehr da ist, versuchen wir vorerst einfach zu vermeiden.

Die Gesamtrechnung aus der Klinik beläuft sich auf 1672,12 €

 

Spendenkonto:
Katzenhilfe Oldenburg e.V.
Oldenburgische Landesbank
BIC: OLBODEH2XXX
IBAN: DE58280200501147612400
Stichwort: OP Kessy

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